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23.06.2002

Auf dem Weg zum Gesamtsieg - 12 Stunden von Brühl

Brühl

Nach 1998 und 2000 bin ich dieses Jahr zum dritten Mal beim 12-Stundenlauf in Brühl. Die Starterliste zeigt auf den ersten Blick keine überlegenen Favoriten. Die Aufgabe ist lösbar. Aber man weiß ja nie. 1998 war Norbert Bienemann nach einem großartigen Rennen mit knapp 300m Vorsprung vor mir Sieger des Laufes. 2000 war ich eine Stunde vor Ende des Laufes noch Zweiter. Im Ziel aber nur undankbarer Vierter. Nach solchen Vorerfahrungen war dieses Jahr bei mir nicht die absolute Motivation, alles auf Sieg zu setzen da. Hinzu kam, dass mein Training kein schnelles Anfangstempo zuließ. Also stellte ich mich um 7.00 Uhr am Start in die zweite Reihe. Zehn Läufer für den Hunderter und die zwölf Stunden vor mir. Zwei davon liefen im Wahnsinnstempo los. Das konnten nur Läufer für den Hunderter sein. Also blieben noch acht übrig, die ich im Auge hielt.

Hinter mir traute ich Peter Wasser und Peter Ludden einiges zu, wußte ich doch wieviel Trainingskilometer sie in den Beinen hatten. Nach 51:30 Min. für die ersten Zehn war ich sehr zufrieden. Der Himmel war bewölkt und es wehte ein erfrischendes Lüftchen. So konnte es bleiben. 50:30 Min für die zweiten zehn Kilometer war schon etwas schneller und ich mußte mich bremsen. Um 10 Uhr kam schlagartig die Sonne raus und es wurde warm. Alle Euphorie war weg. Jetzt war klar, dass es ein hartes Rennen geben würde, denn Brühl bei warmem Wetter und der vom Belag schwierigen Strecke mit Waldboden, Schotter und Kopfsteinpflaster ist nicht einfach zu laufen. Nach 50 Km in 4:19 Std. kam dann auch das erste Tief. 1998 habe es ähnlich erlebt. Ich führte damals mit Heinrich Karlsohn, dem Friseur aus Bönen, das Feld an. Heinrich stieg aus und ich wurde von Norbert Bienemann eingeholt, der mir über die Mittagszeit damals fast zwei Kilometer abnahm. Dieses Jahr habe ich wieder darauf vertraut, dass es mir schnell wieder besser geht und das Tempo nicht zu langsam wird. Aber es wurde und wurde nicht. Ich hatte schon bald die Hoffnung aufgegeben und auch nicht mehr sehr viel Motivation mich in diesem Zustand Stunden zu quälen. Andererseits wurde ich von hinten nur von Peter Ludden eingeholt und vorne waren nicht sehr viele, denen es besser ging.

Nach ca. 2.30 Uhr konnte ich wieder unter 6er Schnitt pro Kilometer laufen. In der Fußgängerzone waren mittlerweile viele Zuschauer und der Sprecher dort kündigte mich immer wieder als den Führenden an. Also ging ich davon aus, da es keine anderen Informationen gab, dass ich vorne lag. Erinnerungen an 2000 wurden wach. Du liegst vorne und weißst, von hinten können immer noch einige kommen, wenn Du das Tempo nicht hältst und langsamer wirst. Andererseits wurde ich von hinten nur von Peter Ludden eingeholt und vorne waren nicht sehr viele, denen es besser ging.

Ich überholte Staffenläufer und wurde von Staffenläufern überholt. Auch an vielen langsameren Einzelläufern ließ ich vorbei. Aber von hinten kam nichts ran. In mir wuchs die Bestätigung, "Du mußt Erster sein". Dieser Gedanke ließ mich nicht mehr los. 100km durchlief ich in 9:30 Std. Jetzt wurde es hart. Beseelt von dem Gedanken, mir diesmal den Sieg nicht nehmen zu lassen, wurde alles mobilisiert. Nur keinen Fehler machen. Nicht aus dem Tritt kommen.Bei zwei Läufern, die ich eventuell noch vor mir wähnte, vergewisserte ich mich beim Überholen, dass sie weniger Runden als ich hatten. Zwei Runden vor Schluß holte ich die erste Frau, Ilona Schlegel, ein. Sie bestätigte mir nochmal, dass keiner vor mir sein konnte. Die letzten Kilometer waren für mich unheimlich schön. Dieses Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr. Wenn Du ein Rennen im Vertrauen auf Dich - und so ist es beim Ultralauf immer - umbiegst und dann noch gewinnst: Eine schönere Lauferfahrung gibt es nicht.

Und wenn dann nach so liebe Menschen, wie Jutta , Peter, Karl-Heinz und Peter L., die mit im Rennen waren und mich immer wieder motiviert und aufgemuntert haben, auf mich gewartet haben um mich ein Stück zu ziehen und die anderen an der Strecke, meine Frau Adelheid, Susanne, Ellen und Christel und Karl, die extra noch nachgekommen sind, dabei sind, dann kann ich nur noch dankbar sein, für alles, was ich geschenkt bekommen habe.

Jürgen Metternich

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