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04.03.2007

HONIGKUCHEN-MARATHON - oder
meine LAUFENDEN GEDANKEN-SPIELE mit der >ZAHL SIEBEN<

Kategorie: Empfehlungen

Vorgeschichte

Obwohl offiziell nur 333 Teilnehmer zugelassen werden, hatte es mir an diesem Tag die Zahl SIEBEN wesentlich mehr angetan, denn am 7. Januar im Jahr 2007 hatte ich mir die 7 Runden des lokal bekannten Honigkuchenmann-Marathons in Kevelaer als Auftakt zu meiner Laufsaison 2007 vorgenommen. Dort kann man nämlich in aller Ruhe und ohne Hektik eines Stadtmarathons seine AUSGANGSLAGE für das LAUFENDE JAHR testen. Namensprägend und Charakteristikum dieses Laufes ist der im Ziel gereichte HONIGKUCHEN für alle FINISHER - doch das ist nicht alles! Dazu später ...

Honigkuchenmarathon

Bei vielen Läufer vom NIEDERRHEIN, aus Aachen, dem Köln-Düsseldorfer-Raum und aus dem Ruhrgebiet ist der Lauf ein INSIDER-TIP der durch die SEHR PERSÖNLICHE BETREUUNG und die FAMILIÄRE ATMOSPHÄRE besticht: das lockt dann sogar viele Gäste aus anderen Regionen Deutschlands an, Hamburg, Berlin, Braunschweig, Aschaffenburg, etc. ... Auch der 100-Marathon-Club empfiehlt diesen Lauf!

Die Organisation ist insgesamt sehr gut: angefangen von den ausreichend vorhandenen Parkplätzen in unmittelbarer Nähe zum Startplatz (gut für Kleiderwechsel!) auf einem Sportplatz bei einer Jugendherberge, den gepflegten Toiletten und der Verköstigung in der Jugendherberge selbst, den Verpflegungsstationen auf der Strecke mit allerlei TRINK- und ESSBAREM und den regelmäßigen BEIFALLSZONEN, durch die man auf den 7 Runden ja immer wieder hindurch muss.

Originell auch der PHOTOSERVICE unmittelbar nach dem Ziel, wo bereits FOTOS aus den ersten zwei Runden für NUR 3 EURO das Stück unschlagbar billig und schön als Postkarten angeboten werden: Man muss der LIEBSTEN ja wohl noch zeigen, dass man wirklich beim Laufen gewesen ist! :-)

Die Strecke ist fast völlig flach, teils auf Asphalt, teils auf geschotterten Wirtschaftswegen und gelegentlich auch mal gestört durch ein Auto auf der Strecke. Beim Überrunden und zusätzlichem Gegenverkehr kann es aber auch schon mal kritisch eng werden!

iDe Strecke ist allerdings auch dem WIND durchaus stärker ausgesetzt, was bei der Wahl der Laufkleidung gut zu bedenken ist. Es geht insgesamt über 7 Runden zu je 6 km plus 195 Meter Zielspurt zur "HONIGKUCHEN-AUSGABE" im ZIEL bei der Jugendherberge des Wallfahrtortes Kevelaer.

Durch drei VERPFLEGUNGSZONEN hat man praktisch alle 2 Kilometer den nötigen Nachschub an Flüssigkeit (Tee, Wasser, Cola) und Energie (Bananen), so dass man alle 2 km komplett versorgt wird.

Meine persönlichen Vorgaben und Absichten:

n den vergangenen Jahren gab es Siegerzeiten bei der M50 von unter 3:00 Stunden. Das wollte ich definitiv nicht erreichen - also keine Verausgabung zum "Verrecken!" Keine Ambitionen auf eine NEUE PBZ ! Andererseits wollte ich sehen, was aus meiner derzeitigen Substanz heraus mit einer flüssigen Laufhaltung möglich wäre, und so kalkulierte ich eine Durchschnittszeit von bestens 4:30 Minuten pro Kilometer und eine Endzeit von ca. 3:10 bis 3:15 Stunden.

Vor dem Start treffe ich noch mehrere ESSENER LAUFKOLLEGEN, z.B. die beiden JÖHRINGS, den TASSO, aber auch viele nette Kollegen vom KM-SPIEL, wie "Longdistancerunner", "Lenggie", HIGHOPIE; WABRO etc.; klar, dass die natürlich ERWARTUNGEN an mich haben - aber will ich das?!

Honigkuchenmarathon

Gedankenspiele zur Zahl SIEBEN:

Etwas negative Beschreibungen des Honigkuchenmann-Marathons lauten etwa so: 7 Mal um den Kartoffelacker! diese negative Stimmung versuche ich gar nicht erst in mir aufkommen zu lassen und denke deshalb etwas mehr über die ZAHL SIEBEN nach und versuche mir daraus eher POSITIVE MOTIVATION als DEMOTIVATION zu ziehen, aber WIE DENN?

Die Zahl SIEBEN ist ja eigentlich eine schwierige ZAHL, als Primzahl nicht teilbar und als ein Heptagon (=Siebeneck)nicht konstruierbar. Doch ist sie auch eine "magische" oder "symbolische" Zahl (in Ägypten, Babylonien, Persien, Griechland, Israel): es gibt 7 Schöpfungstage in der Bibel (passt zum Wallfahrtsort Kevelaer !), es gibt 7 Wochentage und es gibt das Buch mit den 7 Siegeln, die Apokalypse (will ich aber nicht erleben !). Es gibt die 7 Weltwunder (Pyramiden von Gizeh in Ägypten, die hängenden Gärten der Semiramis in Babylon, das riesige Zeusbild des Phidas in Olympia, den Artemistempel in Ephesos, das riesige Grabmal des Mausolos in Halikarnass, den Koloss von Rhodos, den Leuchtturm von Alexandria (Pharos) und den Turm von Babylon ( aber Wunder will ich heute nicht erleben!)

Nach der Weihnachtszeit und den Heiligen drei Königen passt die kulturelle Bedeutung der Zahl sieben schon besser: zum Beispiel der 7-armige Leuchter (kann man im Geiste nach jeder Runde eine Kerze anzünden !), daneben gibt es 7 Sakramente, etc., was aber zum Laufen nicht passt, außer vielleicht die 7 Plagen, die die Ägypter ereilten, als sie den Moses nicht nach Israel zurücklassen wollten (aber das wäre ja wohl wieder eher etwas NEGATIVES !);

Geographisch passt es schon besser zu meiner Beteiligung im KM-SPIEL: 7 Kontinente hat die Erde (Europa, Nordamerika, Südamerika, Asien, Afrika, Australien, Antarktis), auf denen man im Geiste schön spazieren gehen kann. Es gibt die 7 Hügel der ewigen Stadt ROM, es gibt am Sternhimmel das SIEBENGESTIRN ( = Plejaden) usw.

Schließlich gibt es viele Geschichten und Märchen mit der Zahl SIEBEN: Das Märchen ... von den 7 Raben, ... von den 7 Schwaben, ...von den 7 Zwergen, ... und die 7 Geißlein, ... und mit 7-Meilen-Stiefeln (klar, das passt prima zum Laufen!). Es gibt den Schlager: ... über 7 Brücken musst Du gehen! Und es gibt schließlich: James Bond 007!! Naja, so spannend ist es aber auch nicht!! Und Gottseidank, bin ich auch noch nicht im verflixten 7. Jahr meiner Laufgeschichte!

Ich entscheide mich für die SIEBENZAHL MEINER FAMILIE: WIR SIND SIEBEN - 5 Kinder; Marion, meine Frau, und ich! Also widme ich jedem eine 6km Runde; meiner jüngsten Tochter Viktoria die ersten 6 Kilometer, meinem Sohn Emanuel die zweiten 6 Kilometer usw. - ich selbst muss dann am Schluss zwischen 36 und 42 Kilometer ran! Mit dieser IDEE starte ich in MEINEN LAUF:

Mein persönlicher Rennverlauf:

Lustiger AUFTAKT: Um 10 Uhr ist Start, die Startpistole versagt, doch das laut gezählte Kommando reicht - und 30 Sekunden nach dem Start, hallt die PISTOLE den Läufern hinterher! Bald nach dem Start treffe ich auf Stefan Bäumer (longdistancerunner) aus dem KM-Spiel; ein nettes Gespräch entwickelt sich und schwupps sind die ersten KM auch schon weg; statt der 4:30 / km sind es schnell 4:15 - 4:20 und es läuft lockerer als gedacht; nach 5km bei ca. 25:40 ist eigentlich zu schnell für meinen heutigen Plan und so drossele ich das Tempo etwas: Stefan sucht Anschluss nach vorne und ich orientiere mich an anderen Läufern, z.B. Frank aus Essen vom Werdener TB; wieder nette Gespräche für Runde 2 und 3, die jetzt sogar bei Sonnenschein stattfinden, sodass ich mein WARMFLEECE nach der 2. Runde im Start-Zielbereich abwerfe (und später auch wiederfinde!).

Ich habe meine eigene Verpflegung dabei: ROTER TEE mit Honig und POWER-GEL eingemischt; im START-ZIEL-Bereich trinke ich davon, auf der Strecke dann nur Wasser !

Im Start-Zielbereich ist die BEIFALLSZONE, die regelmäßig durchlaufen wird. Der SPRECHER nennt NAMEN und schiebt einen wieder ein Stückchen weiter ... Auf der Strecke dann auch die obligatorischen MUSIKZONEN mit etwas antiquierter HARD-ROCK aus den 80-er Jahren - nicht mein Geschmack! Also möglichst schnell weg davon - der WIND hilft, das die Klänge schnell vergehen ...

Dann Probleme mit der ZEITNAHME: plötzlich ist meine UHR ausgefallen! Soll ja vorkommen! Etwas früh im Rennverlauf denke ich mir und bitte deshalb meinen Mitläufer bei 10 km die Zwischenzeit durchzugeben: 42:55; ich drücke meine POLAR-TEC und siehe da sie funktioniert plötzlich wieder! Naja, von nun an rechne ich eben 43 Minuten auf alle Zeiten drauf, das hält den Kopf schön wach und beschäftigt - ansonsten hilft die Sache mit der ZAHL SIEBEN hervorragend, sich abzulenken: die ersten vier Runden für VIKTORIA, EMANUEL, ANDREAS und JOHANNES vergehen wie im Fluge, alle so zwischen 26:00 und 27:00 Minuten, der Halbmarathon bei ca. 1:31 Stunden. Nur die fünfte Runde für meinen ältesten Sohn SEBASTIAN wir mir einfach zu ungemütlich, WINDIG und KALT, der Himmel hat sich zugezogen und der Wind hat aufgefrischt - jetzt heißt es locker bleiben: klar, mit dem ÄLTESTEN hat man ja vielleicht auch im Leben die meisten Probleme, oder?!

Die vorletzte Runde ist dann meiner Frau MARION gewidmet: die Windjacke WÄRMT inzwischen, aber die steife Brise gegen Ende der Rund bleibt - ich laufe inzwischen ALLEINE schätzungsweise auf Position 20 - mein Tempo hat sich nun etwas verlangsamt auf die eigentlich angepeilten 4:20 - 4:30 pro Kilometer, vor allem auf dem in westlicher Richtung verlaufenden, etwa 1,5km langen WINDIGEN TEILSTÜCK vor dem Zieldurchlauf. Aber ich bin mehr als im SOLL: jetzt scheint sogar eine Zeit von unter 3:10 Stunden möglich (was mein Leistungsstand im Herbst 2004 war!). Doch der WIND und das ALEINE-Laufen strengt auf die Dauer sehr an! So weit Vorne kann man auch keine Plätze mehr gut machen, nach Hinten kommt nicht viel nach ...

Unangenehm sind gelegentlich die ÜBERHOLMANÖVER beim ÜBERRUNDEN, vor allem wenn es sich um zwei größere PULKS handelt, was dann zum vollen ABBREMSEN führen kann - na ja, Auffahrunfälle sanfter Art ! Schön ist es allerdings auch so weit Vorne den Kampf an der Spitze mit zu verfolgen: da gibt es doch so manchen Wechsel und am Schluss ist für den SIEGER eine 2:47 und den Zweiten eine 2:48 verbucht; der Dritte erreicht mit 2:53 eine Zeit im Bereich meiner Bestzeit - am Schluss fehlen mir 2,5-3km auf dieses TRIO! Also keine Überrundung ! Der im Vorjahr SIEGREICHE Oliver Kenter (Startnummer 1) bricht am Schluss stark ein und ich komme sogar noch in SICHTWEITE von ihm - auch das kann es geben! Insgesamt ist die zweite Marathonhälfte WINDIGER, KÄLTER und EINSAMER - vor allem auf der LETZTEN RUNDE, die ich mir selbst gewidmet habe! Insgesamt 1:34:30 - also doch ein wenig verflixt und verhext?!

Wäre ich umgekehrt vorgegangen, wärde ich für meine Tochter VIKTORIA gelaufen sein - Nomen est Omen ! - was vielleicht der letzte Kick für mich gewesen wäre, um in der Altersklasse M50 den Sieg davon zu tragen, den ich dann mit einer Zeit von 3:05:38 doch überraschend knapp nur um 11 Sekunden auf den Sieger (3:05:27) verfehlte : Nichtsdestotrotz war ich sehr zufrieden, zwar müde, aber nicht völlig ausgepowert - eben aus der Substanz heraus gelaufen! Was will ich denn mehr: das Jahr hat noch ANDERE AUFGABEN !

Sportlicher und persönlicher Ausklang

Im Ziel erhält jeder Finisher einen HONIGKUCHEN, der eine echte Kevelaerer Spezialität und auch der originelle Namensgeber des Marathons Laufs ist. Auch der warme Tee tut gut. BIER würde auch nicht schaden, kann man aber auch in der Jugendherberge kaufen!

Das ETWAS ZU LANGE WARTEN auf die Siegerehrung wird mit zahlreichen netten Gesprächen mit bekannten Laufkollegen gefüllt; außerdem erwerbe ich mir am FOTOSTAND gleichmal 2 Postkarten mit meinem KONTERFEI von der ersten und zweiten Runde - das sieht ganz locker nach SONNTAGSSPAZIERGANG aus :-)

Das Warten auf die SIEGEREHRUNG lohnt sich aber auf jeden Fall: alle Altersklassen-Sieger erhalten einen BLUMENSTRAUSS, ihre SIEGERURKUNDE und noch einen SACHPREIS (große Sporttasche oder sehr schöne und leichte Head-Lamp!).

Resumee:

Vielen Dank, den Organisatoren für eine sehr liebevoll und exzellent organisierte Marathon-Veranstaltung auf einer nicht gerade leichten Strecke (7 gleiche Runden können ermüdend sein ;-) !). Sie haben den Läufern eine familiäre Atmosphäre bereitet; ich selbst bin nur durch das GÄSTEBUCH per Nachmeldung am Tag vor dem Lauf an einen Startplatz gekommen - dennoch war dann alles für mich bestens vorbereitet; nur das XL-T-Shirt war dann aber wohl noch für meinen VORANMELDER gedacht!

Gerade weil dies keine "XL-Veranstaltung" ist, ist der MARATHON in KEVELAER für INSIDER der richtige TIP zum Jahresanfang! So kann man gut weitermachen - GLEICHBLEIBEND GUT ist das BESTE PRÄDIKAT was man sich verdienen kann. Und die BLUMENSTRÄUSSE sind wirklich BÜHNENREIF!!!

Nochmals vielen Dank, auch fürs Lesen, Euer

Heinrich Seegenschmiedt, TUSEM Essen

Vielen Dank für die Genehmigung
zur Veröffentlichung dieses Artikels!
LLG Laufsport Kevelaer e.V.

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