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21.04.2008

Der Marathonblues - 8. RheinEnergie-Marathon Bonn

Mein erster Marathon

Vorab, ich als Komponist, Verleger und Musiker habe ihn gefunden. Den Ursprung des Blues. Er kam nicht aus den Südstaaten Amerikas, sonder für mich bei km 40 im Marathon Bonn. Aber fangen wir von vorne an.

Der Wecker klingelt um 6.00. Ein Blick in den Spiegel beweist: die Frisur sitzt und die nervösen Gefühle in der Magengrube basieren auf den leichten Zweifeln in mir: Schaffe ich meinen ersten Vollmarathon, oder schafft er mich?!?! Meine letzte Halbmarathonzeit in Venlo von 1:32:49 gibt mir die Gewissheit unter 4 Stunden laufen zu können, wären da nicht die Warnungen von meinen Laufkollegen Ulli und Thomas, dass der Mann mit dem Hammer irgendwann nach 30 km unangemeldet zu Besuch kommt.

Um 8.15 sind wir bereits in Bonn, finden Dank der Ortskenntnisse von Ellen einen guten Parkplatz und die Startnummerausgabe erfolgt auch problemlos.

Bonn 2008

Um 10.30 stehe ich eingepackt in einem roten Plastikkondom, welches mich warm hält, im Startbereich. Die Stimmung ist super und nach zahlreichen Animationsversuchen des örtlichen Moderators geht es endlich los. Der Zugläufer für die Zeit von 3.30 hat den gleichen Haarschnitt wie ich, also fast nichts auf dem Kopf, und inspiriert mich ungewollt spontan zu einer Zeit um 3.30. Alles läuft wie geschmiert, meine anfänglichen Seitenstiche verschwinden und ich laufe mir einen Vorsprung auf den ersten zehn km zum Zugläufer heraus. Die gewonnene Zeit nutze ich um in Ruhe noch mal aufs Natur WC auszuweichen und um genügend zu trinken.

Die angekündigte Schlacht um den Wasserbecher entfällt und eine Banane ist auch sehr leicht zu erobern. Eine Halbmarathonzeit von 1:42:54 erziele ich auch ohne weitere Probleme und mein Lauffreunde Ulli und Thomas sind schon um einiges hinter mir. Damit ist mein "Ego" auch beglückt und ich bewundere, nicht sonderlich ausgepowert, die landschaftlich schöne Strecke am Rhein. Ist doch alles halb so schlimm, oder?? Wären da nicht die endlos langen nicht enden wollenden Geraden, doch selbst bei km 32 warte ich vergeblich auf den 3.30 Zugläufer und dem besagten Kollegen mit dem Hammer.

Vor dem Lauf wollte ich bei km 35 noch mal alles geben, doch wieder Erwarten kam der Zugläufer mit dem gleichen Frisör wie ich ganz locker mit seinem Gefolge bei km 34 an mir vorbeigerauscht. Da sie unverständlicher Weise nicht auf mich warten wollten und mir plötzlich eine Zeit von knapp unter 5 Minuten pro km bei den nun sonnigen Temperaturen von 19 Grad utopisch vorkam, lies ich die Gruppe von dannen ziehen. Nun denn, immerhin der Mann mit dem Hammer ließ sich nicht blicken und streckte dafür einige andere mit Krämpfen und Gehpausen nieder. Km 38 fühlt sich grausam an, einige Läufer überholten mich locker aber ich halte durch. Es sind ja nur noch 4,195 km. Kein Problem, ha ha. Und endlich bekomme ich Besuch vom größten Feind aller Marathonis. Der Mann mit dem Hammer schüttelt meine Hand, mir wird schwindelig und beim letzten Versorgungsstand bekomme ich Krämpfe.

2,5 km vor dem Ziel. Ich kann es nicht fassen!! Der Hammermann hat mich auch erwischt. Ich trinke 3 Becher Cola in Ruhe aus, schütte ein Glas Wasser jeweils in den Hals und über den Kopf und warte ca. 3 Minuten. Langsam laufe ich los, Gehtempo bevor endlich 1,5 km vor dem Ziel einige wenige Zuschauer meinen Namen rufen und ich mich nicht weiter blamieren will.

Die Zuschauerzahl und Anfeuerungsrufe nehmen zu und damit auch mein Mut es bis zum Ende zu schaffen. Karl und Ellen feuern mich noch mal an und als ich die letzten Meter über den roten Teppich mich stolpernd ins Ziel rette wird mir klar... ich habe es geschafft. Ich bin ein Marathoni!!

Bonn 2008

Ein Glücksgefühl drängt sich in meinem ausgemergelten und erschöpften Körper. Einfach nur geil... so widersprüchlich es klingen mag. Ich und einige Kollegen der Zunft ziehen es vor, die Treppe zur Dusche bedingt durch leichte Krämpfe im Rückwärtsgang zurück zulegen, aber eine Stunde nach dem Zieleinlauf ist mir klar, es war nicht mein letzter Marathon.

Einen Tag nach meinem ersten Marathon sind auch fast die Begleiterscheinungen und der Muskelkater verschwunden. Wer einmal vom Nektar des Marathons probiert hat, wird wohl immer den Marathon im Herzen tragen. Der Zusammenhalt der Läufer untereinander ist großartig und letztendlich sind gelaufene Zeiten nur relativ. Ich verweise auf meinen Song "Der Marathonblues" auf unserer LLG Website. Den Song habe ich nun gefühlt, gelebt und durchlaufen und werde in Zukunft wohl noch oftmals dem Marathonblues läuferisch auf der Spur sein! Und wenn ich meine Zeit von 3:36 bis in die M 70 halte, wer weiß... vielleicht stehe ich dann auch mal auf dem Treppchen einer Kreismeisterschaft. Egal, I`ve got the Marathonblues!!!! Lang lebe die LLG, denn Laufen tut nicht weh... bis km 38 ?!!

Um so mehr Respekt vor meinen Mitstreitern... Christel lief Ihren xten Marathon in fantastischen 4:34:34 und hatte genau wie "Rakete" Baumann am Tag zuvor noch den 5km-Golddorflauf auf den Schultern. Dieser wiederum schlug sich flirtend mit einer sehr schönen Laufkollegin in persönlicher Bestzeit von 3:48:14 ins Ziel. Thomas hatte mit 4:04:43 nicht seinen besten Tag und war von der neuen Streckenführung des Bonn-Marathons nicht ohne Grund genervt. Kann aber auch sein, daß er sich bei meinem ersten Marathon dezent zurückhalten wollte. Was soll's, wir sind alle gesund im Ziel angekommen. Danke auch an die mitgereisten treuen Fans der LLG, Karl und Ellen, welche uns unermüdlich angefeuert haben.

Reinhard Conen

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