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31.08.2008

Ötztaler Radmarathon 2008

Ich habe einen Traum...

...dachte sich Peter Wasser und erzählte mir davon. Von da an hatten wir beide einen Traum - den Alpentraum. 238km, 5500 Höhenmeter und vier Pässe: den Kühtai (18.5km Anstieg, 1200 HM), den Brenner (39km, 777 HM), den Jaufenpaß (15.5km, 1130 HM) und das Timmelsjoch (28.7km, 1759 HM). Dabei stellte sich später für mich heraus, daß am Timmelsjoch vorerst der Alpentraum zu Ende ging.

Doch erstmal mußte es zügig gehen, denn wer mitfahren wollte, mußte sich registrieren lassen. Die erlösende Mitteilung kam dann Ende März, und von nun an stand dem intensiven Radtraining nichts mehr im Wege. Ein kleines gedankliches Problem tat sich dennoch bei mir auf: was muß ich tun, um die Berge zu bezwingen? Die einzigen Hügel in der Nähe befinden sich in der Sonsbecker Schweiz. Also nichts wie hin und rauf und runter, bis die Bremsen qualmten. So kamen insgesamt ca. 3800 Trainingskilometer zusammen. Je näher der Tag X kam, umso bewußter wurde mir, worauf ich mich da eingelassen hatte, als ich Peter mein "JA" gab.

Am 27.9. ging es dann endlich los. Andi und Chris Pechhold mit Mia (4 Monate alt), Monika und ich und natürlich die Rennräder. Peter war schon eine Woche vorher mit Mattin Becker und Ralph Hübner zu einer Laufbekannten in die Schweiz gefahren und hat dort erfolgreich am Inferno-Halbmarathon mit 2175 HM teilgenommen.

Abends, nach einigen Babystopps endlich im schönen Sölden angekommen, wartete Peter schon auf uns mit einem kühlen Bier in einer tollen Ferienwohnung. Danach gabs noch Nudeln und Pizza beim Italiener und endlich den wohlverdienten Schlaf.

Wir hatten noch drei Tage Zeit zum Einfahren. Also wagten Andi und ich uns an den für mich ersten richtigen Berg, den Rettenbachgletscher. 13km lang mit 1360 HM: Kampf bis zur Spitze. Dies war für mich der Augenblick, in dem ich zum ersten Mal wirklich realisierte, was auf mich zukam. Ich steckte meine Ziele neu und sagte mir: einen Berg nach dem anderen und solange wie möglich das Rennen genießen.

Die beiden anderen Tage wurden für leichtere Touren genutzt, oder wir sind in der wunderschönen Berglandschaft von Sölden gewandert. Wir brauchten ja schließlich alle Kraft für den Sonntag.

An diesem Tag schellte der Wecker bereits um 4:30; zu früh, aber wir mußten raus. Nach einem guten Frühstück fuhren wir mit über 4000 weiteren Teilnehmern zum Start. Eine unglaubliche Kulisse tat sich in der morgendlichen Dämmerung auf. Rad an Rad fieberten wir mit der aufgehenden Sonne dem Start entgegen.

Dann endlich ging es los und trotz anfänglicher Bedenken konnte ich von Anfang an mein eigenes Tempo fahren, ohne mich bedrängt zu fühlen. Nach ca. 30km leicht abwärts stand die erste Herausforderung an: Der Kühtaipaß, 18.5km lang mit 1200 HM. Doch es ging relativ gleichmäßig hoch bis auf ein ca. 1km langes Teilstück mit etwa 18% Steigung. Danach rasende Abfahrt, in der Spitze über 70km/h, Richtung Innsbruck.

Der Brennerpaß stand an, der längste, aber auch der leichteste Anstieg: ca. 40 km lang mit 777 HM. Oben angekommen gab es eine riesige Verpflegungsstation mit allem was man bei solch einem Rennen braucht. Danach ging es wieder in rasanter Fahrt nach unten Richtung Sterzing, wo auch sogleich der Jaufenpaß auf mich wartete: 15.5 km lang und 1130 HM. Dieser Paß hat mir anscheinend meine letzten Kräfte geraubt, da ich, oben angekommen, schon deutlich die Belastung der bisherigen 161km spürte. Doch der Wille zum Weiterfahren war da.

Also abwärts nach St. Leonhard in Meran, auf einer ziemlich schlechten Strecke, die meine volle Konzentration forderte. Unten angekommen bin ich noch ein Stück in den Anstieg zum Timmelsjoch hineingefahren, habe aber dann eingesehen, daß es keinen Zweck mehr hatte weiterzufahren. Die Erschöpfung plus die im Tal auftretenden Wärme von fast 30 Grad zwangen mich aufzuhören. Schweren Herzens gab ich meine Startnummer ab und wurde in einem vollbesetzten Bus nach Sölden gebracht. Knapp 185km und 8:30h Fahrzeit lagen hinter mir.

Es war eine wunderschöne Zeit in Sölden. Dazu trugen vor allem Chris mit Mia und Monika bei, die dem sportlichen Event einen familiären Charakter verliehen. Mia wußte immer genau wann Essenszeit war, denn dann hörte man sie am lautesten und ihre Flasche hatte Vorrang vor allem anderen.

Ich hatte einen Traum - nein - ich habe immer noch einen Traum: Adieu ihr Alpen - bis zum nächsten Mal.

Karl-Heinz Scholten

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