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30.08.2009

9. Hunsrück-(Halb-)Marathon

Während das Ahrweiler-Herrenquartett, bestehend aus Karl-Heinz, Jürgen, Peter und Christoph die neunte Auflage des Hunsrück-Marathons als Generalprobe für die kommenden Deutschen Meisterschaften im 100km-Lauf nutzte, wollte ich in Vorbereitung auf den Eindhoven-Marathon mal den ersten "vernünftigen" Halbmarathon in diesem Jahr laufen. Der erste in Egmont/NL war aufgrund der Jahreszeit (Mitte Januar) und der Streckenführung (direkt am Nordseestrand entlang) zwar ein sehr schönes Lauferlebnis, aber natürlich nicht "bestzeitfähig"; der zweite in Venlo lief nach einer nur halbwegs auskurierten Erkältung auch nicht sonderlich zufriedenstellend. Da kam das Profil des Hunsrück-Halbmarathons mit durchgehendem Gefälle von ca. 120m auf der zweiten Hälfte gerade recht, um endlich mal die Marke von 100 Minuten zu knacken, und so schloß ich mich den LLG-Marathonis kurzerhand an.

Die Fahrt in den Hunsrück am Samstag nachmittag verlief entspannt, wenngleich das Auto mit dem Gepäck, Schlafsäcken und Luftmatrazen von fünf Läufern restlos vollgestopf war. Zur Startnummernausgabe in der Simmerner Hunsrückhalle kamen wir für diesen Tag zwar etwas zu spät, was aber problemlos auf den nächsten Morgen verschoben werden konnte. Also bezogen wir unser "Quartier" in der nahegelegenen Turnhalle; außer uns übernachteten dort nur etwa zehn andere Läufer, so daß mit einer weitgehend ruhigen Nacht gerechnet werden konnte.

Schinderhannesturm

Die vom Veranstalter angebotene (kostenlose) Pastaparty war schon fast vorbei, daher sorgten wir in einer Pizzeria für die am nächsten Tag benötigten Kohlenhydrate (in fester und flüssiger Form). Danach noch ein Eis auf die Hand, und da es noch etwas zu früh zum Schlafen war, ging es noch auf einen Absacker in die erstbeste Kneipe, in der wir dann noch einige andere Läufer aus Dürwiss und Erftstadt trafen, die mit uns in der Turnhalle übernachteten. Da am nächsten Morgen aber frühes Aufstehen angesagt war, begaben wir uns dann doch gemeinsam in die Turnhalle. Peter ließ sich entspannt auf seine Luftmatraze fallen, gefolgt von einem dumpfen Aufprall und einem unterdrückten Fluch - das gute Teil hatte in der Zwischenzeit den Großteil der Luft verloren ;-) Gottseidank fand sich aber noch eine Turnmatte als Ersatz.

Nach einer mehr oder weniger geruhsamen Nacht nutzen wir die vom Veranstalter bereitgestellte Frühstücks- möglichkeit. Für kleines Geld gab es Kaffee, belegte Brötchen. Müsli und Obst - wie die ganze Veranstaltung war auch dieses Detail bestens organisiert. Und dann hieß es für die Marathonis bereits "Fertigmachen zum Abtransport" - um kurz vor acht warteten schon die Busse, um die Läufer zum Start nach Emmelshausen zu bringen. Noch schnell ein Gruppenbild, und dann ging's für die vier auch schon los.

Der Transfer für die Halbmarathonläufer war eigentlich für halb elf geplant, wurde aber (wie ich zufällig mitbekam) um eine halbe Stunde vorverlegt. Auch gut, egal wo man wartet... die verbliebene Zeit nutzte ich zu einem kleinen Rundgang durch Simmern, wo ich unter anderem den "Schinderhannesturm" besichtigen konnte. Hier war der berühmte Hunsrücker Räuberhauptmann, eigentlich Johannes Bückler, um 1799 eingekerkert, bevor ihm die Flucht gelang. Letztlich rettete ihn diese aber auch nicht vor der Hinrichtung auf dem Schafott in 1803...

Zielbereich kurz vor 8:00, 6 Grad

Bei frischen morgendlichen Temperaturen (6 Grad!) konnte ich gegen halb neun bereits den ersten Zieleinlauf des Tages verfolgen: die Inline-Skater waren schon auf der Halbmarathonstrecke unterwegs, und der Sieger überquerte die Ziellinie bereits nach etwas mehr als 32 Minuten! Das sieht schon beeindruckend aus, wenn die Profils mit Vollgas in die Zielgerade einbiegen... aber das wäre nichts für mich, dann lieber "zu Fuß" etwas länger unterwegs sein... ;-)

Ich erwischte bereits den ersten Bus Richtung Start in Kastellaun; aufgrund von Baustellen mußte der Bus auf kleine und kleinste Sträßchen ausweichen, so daß er für die knapp 15 Kilometer über eine halbe Stunde benötigte. Unterwegs überquerten wir bereits mehrfach den Schinderhannes-Radweg, auf dem der Großteil der Laufstrecke verlief.

Am Halbmarathonstart war zunächst noch nicht viel los, aber mit jedem neu eintreffenden Bus vergrößerte sich die Schar der Wartenden - knapp 1000 sollten letztlich an den Start für die halbe Distanz gehen. Bis es aber soweit war, konnte man die Marathonläufer anfeuern, die hier bereits fast 28 Kilometer, also zwei Drittel der Gesamtstrecke zurückgelegt hatten. Deren Zeit wurde auf einer Uhr angezeigt, so daß man die ungefähre Zielzeit abschätzen konnte - und diese Uhr zeigte genau 2:02, als das LLG-Trio Jürgen, Peter und Christoph dicht hintereinander den Halbmarathonstart passierten. Wow - das ließ auf Zeiten deutlich unter 3:10 hoffen! Danach lief ich mich selbst etwas ein, sodaß ich Karl-Heinz leider verpaßte und nicht abklatschen konnte.

Um Punkt halb zwölf war es dann endlich soweit: der leicht hysterisch wirkende Sprecher zählte den Countdown herunter, und los ging's - zunächst einmal knapp sechs Kilometer kreuz und quer durch Kastellaun. Dabei stellte sich heraus, daß es in diesem Örtchen scheinbar keine waagerechten Straßenabschnitte gibt - andauernd ging es rauf und runter, und zwar stellenweise sehr ordentlich. Damit hatte ich nicht unbedingt gerechnet, andererseits schützte der Streckenverlauf so auch etwas davor, das Rennen zu schnell anzugehen. Fast jedenfalls - die 5km-Marke passierte ich bei 23:10, was selbst für einen Angriff auf die 1:40 schon ziemlich flott war. Also lieber etwas langsamer und dafür auf der abfallenden zweiten Streckenhälfte Gas geben...

Nach knapp sechs Kilometern schloß sich die Einführungsrunde wieder am Startpunkt, und weiter ging es nun endlich entlang des Schinderhannes-Radwegs, auf dem jetzt noch die Marathonläufer mit einer Zielzeit von über vier Stunden unterwegs waren. Nach einem erholsamen flachen Abschnitt ging es dann erst wieder zwei Kilometer langgezogen bergauf, bis bei Kilometer 9 der höchste Punkt der Strecke erreicht war und der lange "Abstieg" bis fast ins Ziel hinein begann.

Und das machte nun richtig Spaß - da konnte man es so richtig "rollen lassen"! Bei strahlendem Sonnenschein und einem angenehmen Wind ging es durch die Wälder und Felder des Vorderhunsrücks. Die Kilometer flogen nur so vorbei, der "übliche" Einbruch bei etwa Kilometer 17 blieb völlig aus, so daß ich das Tempo bis ins Ziel halten konnte. Ich hatte zwar mit leichten Seitenstichen zu kämpfen, aber wahrscheinlich bewahrten diese mich davor, das Tempo völlig zu überziehen. Daß ich diesen Streckenabschnitt in den Tagen nach dem Lauf mit einem Oberschenkel-Muskelkater der allerfeinsten Sorte bezahlen sollte, interessierte in diesem Moment nicht die Bohne... ;-)

Die Zuschauer an der Strecke konzentrierten sich hauptsächlich auf Straßenkreuzungen und die Verpflegungsstände, von denen es wohl viel mehr gab als in der Ausschreibung angekündigt. Hier auch eine lustige Eigenheit: die Getränke wurden weder in den üblichen Weichplastik- oder Pappbechern gereicht, sondern in schweinchenrosa "Zahnputzbechern" aus hartem Plastik. Lustig aber nur auf den ersten Blick - zum einen erwiesen sich die Dinger als unpraktisch beim Trinken während des Laufens, weil sie sich nicht zusammendrücken ließen, und zum anderen auch ein bißchen gefährlich, falls man in vollem Tempo auf einen solchen weggeworfenen Becher treten sollte. Später schienen diese Becher aber auszugehen, dann gab es Halbe-Liter-Pappbecher einer bekannten Hamburger-Braterei - auch nicht schlecht: einen Schluck trinken, den Rest zur Abkühlung als Dusche nutzen ;-)

Heidelbeerbecher und mehr

Spätestens bei Kilometer 20 stand fest, daß es für die "sub 1:40" reichen würde. Und trotz zweier kleiner Steigungen auf den letzten 1000 Metern reichte es noch für einen fulminanten Endspurt. Angefeuert von Jürgen, Karl-Heinz, Christoph und Peter kassierte ich noch etliche vor mir laufende ein und stoppte die Uhr sogar noch unter 1:39 - Wahnsinn!

Im Nachzielbereich traf ich dann die Marathonis wieder und erfuhr, daß Peter mit 3:05 sogar noch vor Jürgen mit 3:06 ins Ziel gekommen war, daß Christoph mit 3:10 nur knapp an seiner persönlichen Bestzeit vorbeigeschrammt war und daß auch Karl-Heinz erstmals seit Jahren wieder die Marke von 3:40 geknackt hatte - die Strecke war also auch für die Marathonis durchaus bestzeitentauglich, obwohl diese durchaus mehr Höhenmeter zu bewältigen hatten.

Nach dem Duschen im nahegelegenen Hallenbad (etwas überlaufen, aber schön heißes Wasser) und einer kleinen Stärkung bei Eis, Kaffee und Kuchen ging es natürlich noch zur Siegerehrung - denn Jürgen hatte (wieder einmal) den Sieg in seiner Altersklasse M55 errungen: herzlichen Glückwunsch!

So konnten wir uns entspannt und in jeder Hinsicht zufrieden auf den Heimweg machen - für die kommenden Aufgaben im Herbst scheinen alle gut gerüstet zu sein!

Thomas Rauers

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