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21.03.2010

Venlo Halbmarathon – eine Reise wert, auch bei Nieselregen

Es war schon im November, ich hatte vielleicht 3 Wochen bei der LLG-Kevelaer mittrainiert, da wurde mir der Venlo-Halbmarathon wärmsten empfohlen. Stimmung pur auf der ganzen Strecke war versprochen. Flugs meldete ich mich an. Am 21. März war es dann endlich so weit. Acht LLGler am Start. Gute Stimmung schon beim Treffpunkt in Auwel-Holt. Karl hatte schon am Vortag alle Startnummern geholt. – Danke!

Nieselregen während der ganzen Anfahrt. Keine Aufhellung in Sicht. Die Insider kannten die Parkplätze in Venlo. Der Weg zum Start war kurz. Doch was anziehen, bis es losgehen sollte? Dank Petra hatten wir alle einen praktischen Regenschutz. Rechtzeitig liefen wir uns ein. Ehrfürchtig begegneten uns die „Profis“. Hagere, farbige Läufer – Afrikaner?! Wir alle nutzten vor dem Start die holländischen Dixiklos – übrigens in Oranjefarben.

Die Stimmung am Start war super. Sportlehrerinnen heizten der Menge mit Übungen bei Musik ein. Wir ordneten uns im Startblock ein. Wenige Damen befanden sich in meinem Startblock. Den Ansagen durch die Lautsprecher konnte ich kaum folgen. Wahrscheinlich hörten wir die Vorstellung der Topläufer. Endlich fiel der Startschuss. Allmählich wurde mir wieder warm. Bei Kilometer eins die erste Zeit. Thomas – mein Pacemaker – nickte. Die geplante Zeit stimmte. Die Kilometer schmolzen schnell dahin. An der ganzen Strecke tolle Stimmung. Die Holländer begleiteten und feuerten uns am mit Kind und Kegel, Ratschen und Trompeten, Musikbands und Spruchbändern – und das alles bei anhaltendem Nieselregen und Temperaturen um 9 Grad Celsius, bei mäßigem Wind.

Bei Kilometer 10 ein Hinweisschild nach Steyl. Das war mir ein Begriff. Das Haus der Steyler Missionare. Wenige Kilometer weiter, Palmen am Straßenrand, Menschenmassen und Party pur. Die Holländer trieben uns weiter. Etwa bei Kilometer 15 plötzlich zwei Afrikaner, von Krämpfen geplagt. Heute würden wir schneller sein. „Den hab ich!“, so die spontane Äußerung von Thomas mit Genugtuung. Bei Kilometer 18 ein weiterer Getränkestand. Diesmal erwischte ich das holländische Sportgetränk. Thomas hatte mich gewarnt: „Das ist sehr süß!“ Das war es wirklich. Von da ab ging es mit meinem Tempo „bergab“. Ich bekam leichtes Seitenstechen, mein Magen und Darm reagierten. Lag es an diesem Getränk? So viel süß kennt mein Magen nicht. Ich konnte Thomas nicht mehr folgen. Der war super drauf an diesem Tag. Der Abstand vergrößerte sich. Der letzte Kilometer, von den Zuschauern in Ziel getragen, war geschafft. Mit meiner neuen persönlichen Bestzeit von 1:40:10 bin ich sehr zufrieden. Noch nie zuvor war ich einen Halbmarathon so gleichmäßig gelaufen – Dank Thomas mit seiner Garmin-Uhr.

Lange warteten wir auf die Vereinskollegen. Als wir entschlossen waren zu fahren, da plötzlich tauchten sie auf und ebenso die Sonne. Es hatte doch noch aufgehört zu nieseln.

Mein Fazit: Venlo-Halbmarathon ist eine Reise wert, selbst bei Nieselregen. Die Stimmung ist super! Irgendwann erwischen wir einen Tag ohne Nieselregen.

Maria Scherf

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